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Geschichte des
Ortsverband Muenster

im DARC e.V., DOK N13


Ludwig Gruenberger, DL6KQ, im Auftrag des OV Muenster, DOK N13




Vorwort zum Gesetz ueber die Verwendung von Funkwellen im
Amtsblatt des Deutschenreiches vom 6. April 1892:

"Wo würde man hinkommen wenn sich
Profane und Dilettanten mit solch ernsten,
aber auch höchst gefährlichen Dingen beschäftigten."

Um die Bürger vor Schaden zu bewahren,
war schon der Versuch zur Errichtung einer
Funkanlage (Sender und Empfänger) bei Strafe verboten.

Geschichte des Amateurfunks von 1923 bis 1945

Die Geschichte der Funkamateure in Münster ist, wie überall, eng mit der Entwicklung der Funktechnik verbunden. Die Reichspost, die Marine und das Militär hatten die Bedeutung dieser Technik für die Übermittlung von Nachrichten schon sehr früh erkannt und bauten die ersten Funkstrecken auf.

Der erste Weltkrieg brachte eine ungeheure Entwicklung dieser Technik in allen Bereichen. Viele Soldaten wurden darin ausgebildet und nahmen nach Beendigung des Krieges Wissen und, zum Teil, auch ihre Geräte mit nach Hause. Überall in Europa entstanden private Gesellschaften, die Sender bauten und Sprach- und Musikprogramme für die Bevölkerung ausstrahlten. In Deutschland war dieses zunächst grundsätzlich verboten. Die Entwicklung ließ sich jedoch nicht aufhalten, und so wurde in Königswusterhausen der erste Sender für zivile Zwecke gebaut und 1923 in Betrieb genommen.

Damit traten die am Radio Interessierten an die Öffentlichkeit und gründeten den "Arbeiter Radio Bund". Es waren in der Hauptsache Bürger, die "Radio" hören wollten. Sie bauten ihre Empfänger zunächst selbst. Dieser Verein breitete sich über ganz Deutschland aus und erreichte in kurzer Zeit über 2 Millionen Mitglieder. Sehr bald sonderten sich diejenigen ab, die sich auch senderseitig betätigen wollten. Sie gründeten 1925 einen eigenen Verein, den "Westdeutschen Funkverband e.V." Der für das gesamte Reichsgebiet zuständige "DFTV" (Deutscher Funk-Technischer Verband e.V.) unterhielt zu dieser Zeit bereits 34 Clubstationen. Eine dieser Stationen stand auch in Münster und wurde von OM Kruse unter dem Rufzeichen "KJ1" von der Steinfurter Str. aus betrieben.

Zu dieser Zeit gab es in Münster bereits mehrere technisch interessierte Bürger, die sich mit den Radiowellen befaßten. Einen eigenen Verein dafür gab es in Münster damals jedoch noch nicht. Im Jahre 1928 erfand der DFTV das "DE-Nr.-.System", um seine Mitglieder zu erfassen, zu schulen und auf eine eigene Sendelizenz vorzubereiten. Dieses System wurde von der Reichspost als hinreichende Schulung anerkannt und zur Vorbedingung für die Zulassung zur Prüfung für die Sendelizenz gemacht. Das Mißtrauen der staatlichen Organe gegen die Funkamateure war jedoch sehr groß. Die Lizenz wurde immer nur für 6 Monate erteilt und mußte dann, jedoch ohne Prüfung, neu beantragt werden. Es gab Funkamateure, die es hierbei im Laufe der Zeit, auf bis zu 10 verschiedenen Rufzeichen gebracht haben. Um der übermäßigen Bevormundung durch die staatlichen Organe zu entgehen, sendeten die Funkamateure daher lieber "schwarz". Zur Eindämmung dieser Schwarzsenderei und, um im Ausland Ansehen zu gewinnen, wurden 1933 an einem Tag über 600 Sendelizenzen ausgegeben. Als Verein war nur der DASD (Deutscher Amateur Sende- und Empfamgs-Dienst) zugelassen, der jedoch nie mit dem zu dieser Zeit üblichen "NS" belegt wurde. Auch während des Krieges gab es Lizenzen. Im Mai 1945 wurde der Verein durch die Siegermächte aufgelöst und alle Sendetätigkeit verboten.

Urkundlich belegte Funkamateure in Münster von 1925 bis 1945

Juni 1925 Witte, Frank-Karl,Dipl.Ing. Kampstr.12 , ab Juli 1925 im DFTV. DE 0022
Juni 1925 Stecher, Willi, Coerdestr.34 , ab August 1925 im DFTV DE 0037
Juli 1925 von Othegraven, Ingenieur, Gertrudenstr.8, ab März 1926 im DFTV DE 0143
Aug. 1925 Kruse, Heinz, Steinfurter Str.42, ab März 1925 im DFTV. Die am 1.9.1925 lizensierte Clubstation des Westdeutschen Funkverbandes wurde von ihm, von seiner Wohnung aus, unter dem Rufzeichen "DKJ1" betrieben. DE 0156
Febr. 1926 Münster, Hans , ex. D4KXU, DJ3FZ, Mitglied im DFTV. DE 0659
Juli 1926 Gruber, Oskar, D4RRH, Dahlweg 7, ab 1936Mitglied im DFTV DE 0659
Aug. 1926 Schulze, Ernst, (Kurzwellengruppe) im DFTV DE 0643
Aug. 1926 Lösche, Helmut, ex D4IHH, DL3MQ, 1936 OVV, (Die OV Abende fanden zu dieser Zeit im Betriebsraum des Senders Münster statt.) DE 0548
April 1927 Felmer, Lutz, ab Mai 1933 im DASD DE 1808
Sept. 1930 Fischer, Richard, D4SSV, D4IHT , D4IHH, im DASD nach 1933 DE 1259
Aug. 1933 Laue, Walter, ab7/34 OG Münster DE 3252
Aug. 1933 Pfeiffer, Erich, ab 3/35 OG Münster DE 3546
1934 Dr. Greve, Ferdinand, bestimmt die OG für jeden 2. Samstag im Monat, um 2030 Uhr in den Gasthof "Lause",
Ecke Hörsterstr. - Voßgasse
1934 Hagehülsmann, Heinz,
(nach 1949 DL1SL, 1951 Verbindungsmann zur OPD)
DE 2412
1936 Schröder, Wilhelm, Dortmund, BGL Dortmund-Münster D4UKH
1936 Hamer, Karl, Hörde, BGL Dortmund, Münster
1936 Feld, Carl, Münster, nach 1949 DL1SK DE 6056
1937 Krüger, Wolfgang, nach 1949 DL9?? DK9BX
1937 Amschler, Georg, D4SSH, DL6HR, ab 1933 im DASD, nach 1945 in Sennelager DE 1985
1938 Brinkmann, Hermann, BV -Münster, (BV- Bezirksvorstand ) ab 1930 im DASD , "Onkel Hermann" DE 1228
1938 Junghans, Karl-Heinz, ging 1944 nach Rudolstadt DM2ANJ,Y21NJ, Kreiskenner (KK) J07.
1939 Böckmann, Artur, Hiltrup, (Diplom Nr.148), DEM 3766
1939 Eiethölter, Ewald, Bielefeld, DA4JA, DL1PA, BVF und OVF Münster. DE 6492
1942 Schem, Karl-Heinz , Münster , DASD, DL1XF, +199
1943 Schmidt, Helmut, Münster, DL1QE DE 7198
1945 Der DASD e.V. wird aufgelöst. Es gibt somit keinen offiziellen Amateurfunk mehr. Die alten Funkamateure bildeten in den einzelnen Besatzungszonen regionale Amateurfunkverbände. Diese Funkamateure waren nicht alle in Münster wohnhaft; gehörten aber zum Einzugsbereich der OPD Münster oder waren für den Distrikt "N" zuständig.

Funkamateure in Münster von 1946 bis 1950

1946 OM Heinz Hagehülsmann und OM Karl Heinz Schem aus Münster trafen sich mit OM Lottermoser und OM Hermann Brinkmann (D4ICH) um die Gründung des Ortsverbandes Münster vorzubereiten.
1947 Gründung des Distrikts Münster-Münsterland im DARC/BZ. Zum ersten Vorsitzenden wurde OM Luttermoser, DE 7315 später DL1SF, gewählt. Der Distrikt umfaßte das gesamte Westfalen und hatte 379 Mitglieder.
1947 Gründung des Ortsverbandes "Münster" im DARC /BZ.
Das Gründungslokal war der Gasthof "Eskötter" (ab 1949 Kinnebrock) Warendorfer Str.111.
Gründungsmitglieder waren folgende OMs,
die auch schon vor der Lizensierung mit "DA" Rufzeichen tätig waren.
Mitglieder des OV Münster bis 1950

Funkamateure in Münster ab 1948

1948 Am 16.9 1948; erste Prüfung bei der OPD in Münster unter Vorsitz von Oberamtsrat Hermann Brinkmann, D4IOH.
Die Prüfung bestanden und erhielten die Rufzeichen:
  • Carl Feldt, DL 1 SK
  • Heinz Hagehülsmann, DL 1 SL
  • Ulrich Freese, DL 1 SO
Die Ausgabe der Lizenzen erfolgte jedoch erst am 23.3.1949
1949 OVV wird OM Erwin Zöller, DL3BE, DE 8957, ex DA4XL, seit Mai 1948 im DARC/BZ, Goldene Ehrennadel des DARC e.V. Am 12.6.1949 erstes Hamfest in der Gaststätte An de Stegge, später Altes Gasthaus Westhues, Metzer Str.- Ecke Weißenburg Str.
1952 OV-Abende sind jeden 1. Mittwoch des Monats im Restaurant Feldmann, Klemens Str.24.
1955 Juni, OV Abend im Gasthof Lördemann, OVV wird OM Gerhard Simon, DL3BD, aus Telgte.
1955 Errichtung eines OV-Heimes in den Räumen der "Geistschule" durch die OM DL1SO, DL3BE und DL3XF mit 2-m- und 70-cm Geräten.
1958 19.4. OVV Gerd Simon, DL3BD, sein Stellvertreter: Ernst Boentgen, DJ3DD, Kasse: Helmut Blumberg, DJ3OG, Schriftführer: Hans Münster, DJ2FZ.
1960 Großer bunter Abend unter Leitung von DL3BE im Hotel Frönd.
1962 am 31.4.wird OM Paul Lehmann, DL2BM, OVV. Unter seiner Leitung bekam der OV ein Clubheim von der Stadt Münster in den Räumen des Katastrophenschutzes in der Weißenburg-Kaserne. DJ2BM veranstaltet im Kaufhaus Althoff (heute Karstadt) eine Amateufunkausstellung mit großem Erfolg. Stellvertretender OVV wurde OM Christian Mehring,DJ3EQ, Schriftführer OM Hans Münster,DJ2FZ, und Kassierer OM Helmut Blumberg, DJ3OG.
1963 Wiederwahl des gesamten Vorstandes. Der kommissarisch bestellte OVV, Paul Lehmann, wird in seinem Amt bestätigt.
1965 22.1. OVV Paul Lehmann, DJ2BM, wird im Amt als OVV erneut bestätigt. Stellvertretender OVV wird OM Erich Kendelbacher.
1968 10.3. Distriktsversammlung in Münster mit DL3BD. Am 23.3. wird OM Ludwig Grünberger, DL6KQ, zum OVV gewählt; seit 1.1.1958 Mitglied im DASD e.V. und anschließend im DARC e.V. Er beginnt mit dem Aufbau eines Funkerheimes in einer Scheune auf dem Westerberg bei Havixbeck. Große Ausstellung im Haus der Fa. Guttermann und Büscher, Schiffahrter-Damm Ecke Danziger-Freiheit in Münster. Festabend "21 Jahre OV Münster N 13".
1970 OVV wird OM Martin Nießen, DL1QE ex DC1QG. Errichtung der Relaisestation DB0WM auf dem Lamberti-Kirchturm in Münster.
1972 Teilung des OV Münster N13 und Gründung des OV Münsterland N32.
1973 Der OV bekommmt ein neues Funkerheim im Dachgeschoss des Freibades Sudmühle.
1974 OM Paul Lehmann, DJ2BM, wird wieder zum OVV gewählt.
1975 OM Paul Lehmann, legt sein Amt nieder und OVV wird OM Franz Pütter, DJ4HU.
1975 OM Pütter legt im November sein Amt nieder und OM Ludwig Grünberger, DL6KQ, übernimmt das Amt kommissarisch.
1976 Am 9.1. wird OM Ludwig Grünberger, DL6KQ,von der Jahreshauptversammlung als OVV gewählt. er erhält die goldene Ehrennadel des DARC e.V. Nr. 758. Weiterführung des Ausbaues des Funkerheimes auf dem Westerberg. Das OV-Heim Sudmühle mußte wieder aufgegeben werden.
1986 Neuer OVV wird OM Siegfried Pomplun,DL3BBX. Er organisiert Fuchsjagden (Peilwettbewerbe) und die Stiftung von 2 Pokalen, einen für OV-Sieger und einen für Gäste.
1988 OM Ludwig Grünberger, DL6KQ, übernimmt zum 3.mal den OV als OVV. Er erhält die Ehrennadel für 50 Jahre Mitglied im DASD / DARC.
1990 Am 23.2.gibt DL6KQ sein Amt aus Altersgründen ab. OM Martin Hengemühle, DH6YAP,wird zum OVV gewählt.
1990 27.3. Paul Lehmann, DJ2BM wird zu Ehrenvorsitzenden ernannt
1996 Der OVV DH6YAP hat inzwischen das Call DL5QE. Er gibt sein Amt als OVV ab. Zum neuen OVV wird OM Antonius Recker, DL1YEX, gewählt.
1997 31.05., 50 Jahre OV Münster im DARC, grosse Feier im Clubheim auf dem Westerberg.

Ein Besonderer Dank an nachstehende OMs, die mit Geld und persönlichen Arbeiteinsatz
die Scheune auf dem Westerberg zum OV-Heim ausgebaut haben.

DF2QR Rudolf Grünberger DF3QJ Hans-Joachim Härtel
DC8UR Theo Pieper DF5XU Dr.Hans Jost Dieteric
DJ2BN Hans Ribbehege DG9YAE Detlev Maas
DJ9TY Erich Pahlke DG9YF Hans Schulz
DF8EK Heinz Hilleke DL2OA Bernhard Hermelingmeier
DL5QC Inge Hilleke DK4QV Manfred Vogel
DD9QN Lothar Schröder DB8IJ Günter Kunde
DL5QI Anne Schröder DK2QW Felix Willers
DF1FO Karl Kiefhaber DF2QS Albert Schäfer
DK1QJ Hans-Dieter Uhlenbrock DF5QR Karl-Heinz Namsler
DK9QP Hans-Hermann Breede DK5PV Helmut Heib
DG8YAE Klaus Handschug DL6KQ Ludwig Grünberger

Aus dem OV-Münster DOK N13 hervorgegangene Ortsverbände:

DOK N 10 Hiltrup
DOK N 31 Baumberge
DOK N 32 Münsterland
DOK N 35 Monasterium
DOK N 39 Senden
DOK N 44 Telgte
DOK N 46 Nienberge
VFDB Z 14 Münster

OVV DL6KQ, Ludwig Grünberger

Die Zeit von 1967 bis 1969

Im Januar 1967 übernahm ich den OV von DJ2BM, OM Paul Lehmann. Mit großem Erfolg wurden sofort danach hintereinander
2 Lehrgänge zur Erreichung der neu geschaffenen "C"-Lizenz durchgeführt.
Nach Abschluß eines entsprechenden Vertrages mit dem Besitzer einer Feldscheune auf dem Westerberg (Westerather Berg), bei Havixbeck, begannen wir sofort mit deren Ausbau. Die Scheune mußte zunächst von altem Stroh und Unrat gründlich gereinigt werden. Das Dach wurde neu befestigt und mit gestifteten neuen Ziegeln gedeckt. Innerhalb und außerhalb der Scheune gossen wir Sockel aus Beton zur Aufnahme der von der Bundeswehr ausgesonderten LKW-Kofferaufbauten (genannt Shelter). Diese Shelter wurden im Mai 1968 auf zwei Tiefladern der Bundeswehr angeliefert. Ein Bergepanzer der Bundeswehr ("36 Tonner") aus Handorf bei Münster entlud die Fahrzeuge und stellte sie auf die vorbereiteten Stellflächen. Dieses alles erforderte sehr viel Zeit und Arbeitskraft. Eine vom OV getragene, ca. 25 Mann starke Jugendgruppe war mit Begeisterung mit dabei. Zügig erfolgte der weitere Ausbau. Zwei Dieselaggregate, je 5 KW, aus Beständen der britischen Armee, wurden beschafft und in einen der außenstehenden Shelter untergebracht. Jeden Samstag wurde dort gearbeitet, und es wurden auch Feste gefeiert. Die Dachziegeln und viel Bauholz bekamen wir von Reinhold Holtstiege, DC8QQ, der in Havixbeck eine Scheune abbrechen ließ, als Gegenleistung für dort geleistete Arbeit. Die im Innenraum der Scheune stehenden Shelter fanden Verwendung als Stationsraum, Lager und Übernachtungsmöglichkeit. Die 2 außenstehenden Shelter wurden als Maschinenhaus und Aufenthaltsraum genutzt.
In dem neu erbauten Geschäftshaus der Fa. Guttermann und Büscher am Schiffahrter-Damm führten wir eine 7 Tage dauernde Amateurfunk-Werbeausstellung durch. Durch eine angeschlossene Verkaufsabteilung für Amateurfunkartikel wurde die Veranstaltung ein großer Erfolg. Im Jahre 1969 beschloß die OV-Versammlung die Scheune zum OV-Heim auszubauen. Aus beruflichen Gründen mußte ich damals mein Amt als OVV aufgeben. Nachfolger wurde OM Martin Nießen, DL1QN.

Die Zeit von 1969 bis 1976

Von 1969 bis 1974 wurde der Ortsverband von OM Martin Nießen, DL1QN, geführt. Er baute weiter am OV-Heim Westerberg und war auch führend an der Organisation der DNAT (Deutsch-Niederländische-Amateurfunker-Tage) in Bad Bentheim beteiligt. Auch entstand in dieser Zeit das Amateurfunk-Relais DB0WM auf dem Lambertikirchturm. Das OV-Heim in der Weißenburg-Kaserne mußte aufgegeben werden. Im Clubhaus "Schwimmbad Sudmühle" konnten wir uns das Dachgeschoß als Clubraum ausbauen. Leider war dieses nur für 3 Jahre möglich. Unser neues Clubheim waren nun die inzwischen installierten und eingerichteten Shelter in und an der Scheune auf dem Westerberg. Wegen der relativ großen Entfernung hielten wir unsere Clubabende in der Gastätte Blücherstuben am Zum-Sande-Platz ab.
Bis 1970 war der OV zahlenmäßig so groß geworden, daß eine Gruppe um DL3BE sich entschloß, einen eigenen OV zu gründen, und zwar den OV Münsterland mit dem DOK N32.
Im Februar 1974 übernimmt Paul Lehmann, DJ2BM, den OV als OVV, tritt aber schon nach einem Jahr wieder zurück.
Sein Nachfolger wird OM Franz Pütter, DJ4HU, der das Amt bereits nach 9 Monaten wieder zur Verfügung stellt. In dieser Situation beauftragte mich der Distriksvorsitzende OM Hans-Jürgen Pohl mit der kommissarischen Führung des Ortsverbandes und mit der Ausschreibung von Neuwahlen.

Die Zeit von 1975 bis 1986

Am 09.01.1976 wurde ich erneut zum OVV gewählt. In den folgenden Jahren gelang es mir, insgesamt 5 Distriktsversammlungen nach Münster zu holen. Dieses sparte Reisekosten, und wir konnten unsere Vorhaben, den Ausbau des Clubheimes auf dem Westerberg und die Verbesserung unseres Relais, verwirklichen. Durch einen glücklichen Zufall stand mir eines Tages eine größere Menge Baumaterial zur Verfügung. Die OV-Mitglieder waren begeistert und kamen an mehreren Samstagen, um die Ziegelsteine mit ihren Personenkraftwagen zum Berg zu fahren. Aus einer Abbruchaktion in Havixbeck bekam ich Bretter und Balken. Ein OM aus einer Baufirma spendete 6 Kubikmeter Fertigzement. Der Bau konnte beginnen, und alle kamen, um mitzuhelfen, ein Clubheim entstehen zu lassen. Und alles entstand ausschließlich über Spenden und freiwilligem Arbeitseinsatz der OMs.
Im Jahre 1981, im Zusammenhang mit der "Osterfete" konnten wir die Fertigstellung unseres Clubheimes feiern.
Am 23.10.1983 feierten wir das 35-jährige Gründungsfest des Ortsverbandes. Die Gäste kamen aus dem ganzen Bundesgebiet und aus den Niederlanden. Sie waren von der QCWA (Quater Century Wireless Association), die hierbei gleichzeitig ihre Jahreshauptversammlung durchführte.
Während meiner OVV-Zeit organisierte ich Info-Reisen zur Flugleitstelle nach Milte, eine Fahrt nach Eindhoven zum "Evoluon" und eine Besichtigungsfahrt zum DARC-Zentrum nach Baunatal.
Viele Conteste wurden gefahren und auch OV-Feste gefeiert. Zur Stromversorgung dienten die beiden von den Streitkräften ausgesonderten Dieselaggregate. Über viele Jahre traf man sich regelmäßig an Samstagnachmittagen bei fast jedem Wetter an der Scheune, tauschte Erfahrungen aus und pflegte Kontakte.
Wir haben es als wichtig angesehen, daß die OV-Mitglieder immer hinreichend informiert waren. Deshalb gab es zweimal jährlich ein OV-Mitteilungsblatt, genannt "MB-N13", in dem das Neuste nachzulesen war.
Ab 1985 hielten wir unsere OV-Abende in der Gaststätte Altes Försterhaus, Kanalstraße, ab.
1986 stellte ich mich nicht mehr zur Wahl als OVV. Ein Jüngerer sollte den OV übernehmen. So wurde OM Siegfried Pomplun, DL3BBX, zum OVV gewählt. Leider zog er in 1988 von Münster weg, und man wählte mich daraufhin erneut zum OVV. Nach 2 Jahren Amtszeit konnte ich mein Amt dann endgültig abgeben. Mein Nachfolger im Amte des OVV wurde Martin Hengemühle, DL5QE.

Im Jahre 1996 übernahm schließlich, der derzeitige OVV, OM Antonius Recker, DL1YEX, dieses Amt.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung von DL6KQ
Gestaltung: Günter Baumgarten, DF6YD
Druck: Andreas Bröcker, DL6YEH
Gestaltung Web-Seite: Elmar Ernst, DG7YEO

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